100 Jahre Werner App Pelz- und Hutmode Ab 08.11.2019 großer Jubiläumsverkauf
100 Jahre Werner AppPelz- und HutmodeAb 08.11.2019großer Jubiläumsverkauf

Hier finden Sie uns:

Werner App Pelz- und Hutmoden
Hauptstr. 63
89522 Heidenheim an der Brenz

Telefon: +49 7321 21154

Öffnungszeiten

Ab 8.11.2019 großer

Jübiläumsverkauf.

100Jahre 

Werner App

Pelz-und Hutmode

 

Mo.- Fr. 10.00 - 18.00 Uhr

  durchgehend geöffnet

 

Sa.         10.00 - 16.00 Uhr

 

Weihnachtssamstage :

  10.00 - 18.00 Uhr

 

Sa. 14.12.2019

lange Einkaufsnacht mit romantischem Weihnachtsmarkt.

10.00 Uhr - 22.00 Uhr

geöffnet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über uns  ... aus 100 Jahren

Am 7.11.2019 war es soweit.... 100 Jahre Werner App Pelz und Hutmoden.

Wir denken, speziell in unserer schnellebigen Zeit, ist dies ein Grund zu feiern.

100 Jahre schafft niemand alleine, deshalb bedanke ich mich als Inhaber, bei allen die dies möglich machten.

Bei unserem langjährigen Team, das uns immer unterstützt und auch in schwierigen Zeiten den Rücken stärkt. 
Bei meiner Familie, speziell auch bei meiner Mutter der Senior Chefin, die jetzt seit über 50 Jahren im Betrieb arbietet .

Und besonders bei unseren treuen Kunden, die uns immer wieder besuchen, auch wenn wir momentan etwas "Abseits vom Schuss" sind. 

 

 

Tradition 100 Jahre Hut- und Pelzmode      

                 bei „Werner App“

 

Quelle : Heidenheimer Zeitung vom 05.07.2019

 

Kopfbedeckungen und Pelzmoden gibt es bei „Werner App“ am Ende der Hauptstraße zu kaufen. Das Geschäft gibt es dort bereits seit 100 Jahren, Ralf App führt es in dritter Generation.

 

Nein, höchstens mal aus Versehen“, antwortet Ralf App auf die Frage, ob man ihn auch mal ohne Hut auf der Straße antreffe. Style, Mode, Individualität – all das bedeutet die Kopfbedeckung für den Geschäftsführer von „Werner App“ in der Heidenheimer Hauptstraße 63, wo er Hut- und Pelzmode vertreibt. Der Hut gehört zu ihm wie sein Name. Sein Name wiederum steht für ein Familienunternehmen, das bereits seit 100 Jahren in Heidenheim verwurzelt ist.

 

Stammhaus 1835 eröffnet

Der 51-jährige Heidenheimer leitet das hiesige Geschäft seit 1997, in dritter Generation. 1919 übernahm sein Großvater Friedrich App das Geschäft in der Hauptstraße. Dabei reicht die Familientradition noch viel weiter zurück. Ralf Apps Ururgroßvater Matthäus App machte sich 1835 als gelernter Kürschner mit einem Pelz- und Hutgeschäft in Blaubeuren im Alb-Donau-Kreis selbstständig. Auch die Generationen vor Matthäus App waren in dieser Branche tätig, stellten als Säckler kleine Lederbeutel her. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts habe die Familie App im Raum Ehingen/Munderkingen an der Donau diesen Beruf ausgeübt, so Ralf App.

Während das Stammhaus in Blaubeuren aufgrund eines fehlenden Nachfolgers Mitte der 90er-Jahre geschlossen wurde, ist das Pelz- und Hutgeschäft in Heidenheim nach wie vor geöffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg stiegen die Söhne Friedrich App jun. und Werner App in das elterliche Geschäft ein. Werner App leitete nach dem Tod der Eltern 1967 das Geschäft in der Hauptstraße. Sein Bruder Friedrich App jun. übernahm als Kürschnermeister bereits Mitte der 50er-Jahre einen Betrieb in Rottweil, mit dem er einige Jahre später nach Crailsheim umzog. Doch auch dieses Geschäft, das zuletzt Ralf Apps Cousin geführt hatte, wurde 2013 geschlossen.

„Jetzt bin ich der Letzte, der noch was macht“, sagt Ralf App, der den Familienbetrieb 1997 übernahm. Doch auch für ihn ist es nicht einfach, das Textil-Fachgeschäft am Leben zu erhalten: „Textil ist heute nichts mehr wert. Man kauft zu häufig Neues, da fallen hochwertige Produkte raus“, so die Erklärung des Kürschnermeisters, der auch eine kaufmännische Ausbildung hat und zusätzlich im Außendienst des Allgäuer Traditionsunternehmens Mayser tätig ist. Ein handgefertigter Hut etwa würde 250 Euro aufwärts kosten, sagt App.

 

Kaum noch Kürschnerlehrlinge

Dieser Trend spiegelt sich auch in der Ausbildung zum Kürschner wider. Während Ralf App Ende der 80er-Jahre die Fachschulen in Stuttgart und Fürth besuchte, würde der Unterricht heute deutschlandweit nur noch in Fürth stattfinden, so der Heidenheimer. Ein Blick auf die Zahlen genügt, um die Verlagerung auf einen Standort nachvollziehen zu können: „Momentan gibt es in Deutschland pro Jahrgang etwa zehn Kürschnerlehrlinge. Kürschner sterben aus“, sagt App, der auch Antipelzkampagnen für das gesunkene Interesse am Beruf des Kürschners verantwortlich macht.

Trotz alledem: Zumindest der Hut sei wieder gefragt – vor allem bei jungen Männern, so die jüngste Erfahrung des Geschäftsführers: „Wir haben viele Kunden ab 20 Jahren.“ Und was trägt der junge Mann von Welt heute? „Das, was Opa früher getragen hat. Das ist retro und stylisch“, antwortet App und bezieht sich damit auf schlichte unauffällige Modelle und Farben. Anders als die mittlere Generation, die Elterngeneration. Sie würde vielmehr auf Mützen als auf Hüte sowie auf kräftige Farben zurückgreifen. In seinem Geschäft bedient App neben 20-Jährigen häufig 80-Jährige.

Die Zeit, in der die Menschen mit Hut vor die Tür gehen, hat sich allerdings verlagert – vom Winter hin zum Sommer: „Im vergangen Jahr haben wir erstmals mehr Hüte im Sommer als im Winter verkauft“, beschreibt App. Vor zehn Jahren noch sei das Hutgeschäft ein Wintergeschäft gewesen, wobei 80 Prozent der verkauften Ware über die Theke gingen.

 

Viele Kunden kommen von auswärts

App beklagt auch die fehlende Laufkundschaft in Heidenheim, die er vor allem im hinteren Abschnitt der Hauptstraße zu spüren bekomme: „Noch vor 20 Jahren war der Brunnen der Knöpfleswäscherin das Zentrum der Stadt. Durch die Schloss-Arkaden hat sich aber alles nach oben geschoben.“ Heute würden mehr als 50 Prozent der Kunden von außerhalb kommen, etwa aus Ellwangen, Schwäbisch Gmünd, Göppingen. Dort gebe es keine Fachgeschäfte, so App. Besonders gefragt: Kopfbedeckungen mit UV-Schutz.

Auch Ralf Apps achtjähriger Sohn hat ebenfalls bereits ein Faible für Hüte entwickelt. Und während der Vater als Kind für seine Kopfbedeckungen gehänselt wurde, finden die Klassenkameraden seines Sohnes diese„cool“. Die Zeiten ändern sich eben.

Upcycling mit Fellen und der Wunsch vom besseren Image

Alte, nutzlose Materialien oder Abfallprodukte aufwerten, indem sie in neuwertige Produkte umgewandelt werden – darum geht es beim Upcyling. Seit 30 Jahren arbeitet auch Ralf App alte Jacken um.

Apps neuestes Projekt, das noch in diesem Jahr starten soll, nennt er „Appcycling“. Dabei möchte er auch Produkte, wie Decken, Kissen oder Taschen aus alten Pelzen herstellen. Zudem möchte der Heidenheimer das Label „We Prefur“ unterstützen, das verspricht nur Felle von heimischen Tieren, die ohnehin auf dem Abschlussplan stehen, zu verwerten.

Durch die Jagd fallen jährlich große Menge an Fellen an, die oft entsorgt werden. Insbesondere im Schwarzwald gebe es etwa zu viele Rotfüchse, sagt Ralf App. Um in den Wäldern eine artenreiche Vielfalt zu bewahren, müssen die Tiere geschossen werden. „Wir möchten das Image vom Pelz ändern. Wir sind keine bösen Tiermörder, sondern verarbeiten ein ökologisches Produkt“, sagt App. sga

 

Team

 

Ralf App

Geschäftsinhaber / Kürschnermeister

Telefon: +49 7321 21154

E-Mail: info@pelz-und-hutmode.de

Elfriede App sen. Chefin

Verkaufsleiterin Hüte / Mützen

Telefon: +49 7321 21154

Inge Hilsch

Verkaufsberaterin Hüte / Mützen

Telefon +49 7321 21154

Außerdem gehören zu unserem Team :

 

Elisabeth Messner 

Pelznäherin / Nähkürschnerin & Verkaufsberaterin

 

Hildegard Schwenzle

Küschnerin & Verkaufsberaterin

 

Heike Fachet

Modistin & Verkaufsberaterin

 

Doris Schinagel

Verkaufsberaterin

 

Elke App

Werbung, Design, Finanzen

 

Bericht in der Heidenheimer Zeitung vom 19.12.2014:

 

Ralf App ist der letzte

 

verbliebene seiner Zunft

 

Im Hochmittelalter war das Kürschnerhandwerk weit verbreitet. Als eines der ersten Handwerke schlossen sich schon um 1160 die ersten Kürschner zu einer Zunft zusammen. Heute findet man nur noch vereinzelt Verarbeiter von Tierfellen und Pelzen. Ralf App ist einer davon.

Mathias Ostertag |

Foto:  Mathias Ostertag/Müller

 

Zur Arbeit gehen viele Menschen, Tag für Tag. Für Ralf App ist es ein kurzer Weg: Er muss nur die knarzende Treppe aus der ersten Etage ins Erdgeschoss heruntergehen und schon steht er in seiner Werkstatt. Nicht selten hält er sich 55 bis 60 Stunden pro Woche dort auf, gerade jetzt, in diesen besinnlichen Wochen im Advent, ist die Auftragslage so hoch, dass er nur noch kleinere Arbeiten annehmen kann. „Dass ich in diesen Tagen bis spät in die Nacht an einem Fell arbeite, ist soweit nicht ungewöhnlich“, erzählt der 47-Jährige.

Ralf App ist Kürschnermeister, seit 30 Jahren schon. Mit 17 ging er in die Lehre bei einem Kollegen im Oberpfälzer Wald. Es folgte diverse Beschäftigungen im süddeutschen Raum und eine kaufmännische Ausbildung, bevor er 1995 seine Meisterprüfung zum Kürschner bestand und 1997 in dritter Generation in Heidenheim das Ladengeschäft samt Werkstatt am unteren Ende der Hauptstraße übernahm.

Für Ralf App ist das Kürschnerhandwerk nicht nur ein Geschäft, nein, es ist eine Passion. Und damit ist er seit einiger Zeit relativ alleine auf weiter Flur. In der näheren Umgebung haben sich einige Pelz- und Fellverarbeiter zurückgezogen, die nächsten Kollegen, die ein ähnliches Konzept verfolgen, sitzen in Stuttgart und in Kitzingen bei Würzburg.

Das Geschäftsmodell von Ralf App selbst beruht auf drei Säulen: dem klassischen Kürschnerhandwerk mit der Umarbeitung von Pelzen und Fellen sowie im Verkauf und der Beratung bei Pelz- und Hutmoden. Außerdem ist der 47-Jährige im Außendienst für eine bekannte Hutfirma tätig. „Meine normale Arbeitszeit beträgt bis zu 60 Stunden pro Woche“, sagt er. Kurz mal frei machen sei kaum drin. „Wir können nicht einfach mal Urlaub machen und in Heidenheim bleiben. Für die Kunden ist man trotzdem präsent, die fragen sich, warum das Geschäft geschlossen ist, wo man doch gerade in einem Café sitzt.“

Die Umarbeitung von Pelzen und Fellen kann ein einträgliches Geschäft sein – sofern man als Kürschner gut einschätzen kann, wieviel Zeit eine Umarbeitung in Anspruch nimmt. Ein normaler Pelzmantel besteht aus 80 bis 100 Fellen: „60 im Körper, 20 im Ärmel“, erklärt App. Jedes Fell wird mit 50 bis 60 Nähten im Mantel verarbeitet, entsprechend finden sich bis zu 5000 Nähte in einem Mantel. „Daran arbeite ich schon mal 25 bis 35 Stunden. Natürlich nicht am Stück, sondern in Etappen.“ Wieviel er an einer einzigen Umarbeitung verdiene, sei nicht leicht zu bestimmen. „Deshalb verlange ich auch nur, was ich auf dem Kostenvoranschlag notiert habe.“

Der Kauf eines neuen Pelzmantels ist alles andere als billig, ein geschorener Nerzmantel kann schon mal zwischen 5500 und 7000 Euro kosten. „Deshalb muss man allein für die Umarbeitung knapp über 1000 Euro hinlegen“, sagt Ralf App. Gerade bei Nerz- und Zobelmänteln lohne sich die Umarbeitung aber immer.

Die Wünsche der Kunden des Kürschnermeisters sind vielseitig. Besonders gefragt sind zurzeit alte Pelze, die in eine Wendejacke eingearbeitet werden. „Dagegen wird etwa die Umarbeitung eleganter Mäntel kaum noch verlangt“, sagt der Kürschnermeister.

Bei der Umarbeitung in seiner Kürschnerwerkstatt macht Ralf App das Fell zunächst nass, um es dehnbar und weich zu machen. Dann spannt er es auf einer in einen Tisch eingelassenen Holzplatte auf, die wiederum um 180 Grad gedreht werden kann, sodass das Fell später getrocknet werden kann. Mit dem Aufnähen eines formhaltenden Zwischenfutters garantiert App, dass sich das Fell nicht wieder verzieht. „Ich habe wirklich noch keine Jacke zweimal gefertigt. Jede ist für sich ganz individuell.“

Eine besondere Herausforderung sind für App Mäntel, die für längere Zeit in einer falschen Umgebung aufbewahrt wurden. Ein Mantel, der 20 Jahre im Schrank gehangen oder auf einer heißen, trockenen Bühne gelagert habe, sei von der Qualität her schlechter als ein Mantel, der regelmäßig getragen wurde. „Ein Fell muss an die frische Luft“, sagt er.

Auch warnt er davor, leichtfertig über Plattformen wie E-Bay einen Pelz zu erwerben. „Das sind selten neue Pelze.“ Diese würden oft zunächst aufgekauft, in Osteuropa oder Griechenland umgearbeitet und dann wieder in Deutschland als neu angeboten. „Mit einem Pelz sollte man lieber zum Kürschner gehen als zu einem fliegenden Händler.“ Auch wenn er selbst keine Ware über das Internet feilbietet, lebt Ralf App ganz gut von den Informationen, die er auf seiner Homepage eingestellt hat. „Wenn man bei Google ,alte Pelze‘ eingibt, bin ich schon der zweite Suchtreffer.“ Auch die Zahl der monatlichen Zugriffe auf der Internetseite bewegt sich im vierstelligen Bereich.

Für die Zukunft plant Ralf App kleine Veränderungen in seinem Ladengeschäft. Gerne würde er irgendwann die Wand, die im Moment noch die Werkstatt vom Verkaufsraum trennt, herausreißen lassen, um den Kunden die Arbeit in einer Schauwerkstatt näherzubringen. „Ich hatte das schon mal in einer Volksbank-Filiale gemacht. Das Interesse der Kunden war enorm.“

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