Werner App Pelz- und Hutmoden Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2015
Werner App  Pelz- und Hutmoden Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2015

Hier finden Sie uns:

Werner App Pelz- und Hutmoden
Hauptstr. 63
89522 Heidenheim an der Brenz

Telefon: +49 7321 21154

Öffnungszeiten

Februar - Oktober :

 

Mo.- Fr. 10.00 - 13.00 Uhr

              14.00 - 18.00 Uhr

Sa.         10.00 - 14.00 Uhr

 

November, Dezember, Januar

 

Mo.- Fr. 10.00 - 18.00 Uhr

Sa.         10.00 - 16.00 Uhr

 

durchgehend geöffnet

 

Weihnachtssamstage :

   10.00  - 18.00 Uhr

 

Termine / Veranstaltungen :

 

13. - 16.12.18

Romantischer Weihnachtsmarkt 

in der Hinteren Gasse

Sa. 15.12.18

Lange Einkaufsnacht

10.00 - 23.00 Uhr geöffnet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über uns

Im Jahre 1919 gründete Friedrich App ein Fachgeschäft für Pelze und Hüte in der Hauptstr.63 in Heidenheim/Brenz. Doch die Handwerkstradition unseres

Hauses reicht noch viel weiter zurück: Bereits 1835 machte sich

Matthäus App, Kürschner- und Säcklermeister aus Blaubeuren selbständig.

 

 

Zu Beginn der 60er Jahre führte Werner App die Familientradition fort.

 

1997 übernahm die fünfte, und damit bereits die dritte Generation in Heidenheim mit Kürschner-Meister Ralf App die Geschäftsführung im Heidenheimer Haus.

 

Team

 

Ralf App

Geschäftsinhaber / Kürschnermeister

Telefon: +49 7321 21154

E-Mail: info@pelz-und-hutmode.de

Elfriede App sen. Chefin

Verkaufsleiterin Hüte / Mützen

Telefon: +49 7321 21154

Inge Hilsch

Verkaufsberaterin Hüte / Mützen

Telefon +49 7321 21154

Außerdem gehören zu unserem Team :

 

Elisabeth Messner 

Pelznäherin / Nähkürschnerin & Verkaufsberaterin

 

Hildegard Schwenzle

Küschnerin & Verkaufsberaterin

 

Heike Fachet

Modistin & Verkaufsberaterin

 

Elke App

Werbung, Design, Finanzen

 

Bericht in der Heidenheimer Zeitung vom 19.12.2014:

 

Ralf App ist der letzte

 

verbliebene seiner Zunft

 

Im Hochmittelalter war das Kürschnerhandwerk weit verbreitet. Als eines der ersten Handwerke schlossen sich schon um 1160 die ersten Kürschner zu einer Zunft zusammen. Heute findet man nur noch vereinzelt Verarbeiter von Tierfellen und Pelzen. Ralf App ist einer davon.

Mathias Ostertag |

Foto:  Mathias Ostertag/Müller

 

Zur Arbeit gehen viele Menschen, Tag für Tag. Für Ralf App ist es ein kurzer Weg: Er muss nur die knarzende Treppe aus der ersten Etage ins Erdgeschoss heruntergehen und schon steht er in seiner Werkstatt. Nicht selten hält er sich 55 bis 60 Stunden pro Woche dort auf, gerade jetzt, in diesen besinnlichen Wochen im Advent, ist die Auftragslage so hoch, dass er nur noch kleinere Arbeiten annehmen kann. „Dass ich in diesen Tagen bis spät in die Nacht an einem Fell arbeite, ist soweit nicht ungewöhnlich“, erzählt der 47-Jährige.

Ralf App ist Kürschnermeister, seit 30 Jahren schon. Mit 17 ging er in die Lehre bei einem Kollegen im Oberpfälzer Wald. Es folgte diverse Beschäftigungen im süddeutschen Raum und eine kaufmännische Ausbildung, bevor er 1995 seine Meisterprüfung zum Kürschner bestand und 1997 in dritter Generation in Heidenheim das Ladengeschäft samt Werkstatt am unteren Ende der Hauptstraße übernahm.

Für Ralf App ist das Kürschnerhandwerk nicht nur ein Geschäft, nein, es ist eine Passion. Und damit ist er seit einiger Zeit relativ alleine auf weiter Flur. In der näheren Umgebung haben sich einige Pelz- und Fellverarbeiter zurückgezogen, die nächsten Kollegen, die ein ähnliches Konzept verfolgen, sitzen in Stuttgart und in Kitzingen bei Würzburg.

Das Geschäftsmodell von Ralf App selbst beruht auf drei Säulen: dem klassischen Kürschnerhandwerk mit der Umarbeitung von Pelzen und Fellen sowie im Verkauf und der Beratung bei Pelz- und Hutmoden. Außerdem ist der 47-Jährige im Außendienst für eine bekannte Hutfirma tätig. „Meine normale Arbeitszeit beträgt bis zu 60 Stunden pro Woche“, sagt er. Kurz mal frei machen sei kaum drin. „Wir können nicht einfach mal Urlaub machen und in Heidenheim bleiben. Für die Kunden ist man trotzdem präsent, die fragen sich, warum das Geschäft geschlossen ist, wo man doch gerade in einem Café sitzt.“

Die Umarbeitung von Pelzen und Fellen kann ein einträgliches Geschäft sein – sofern man als Kürschner gut einschätzen kann, wieviel Zeit eine Umarbeitung in Anspruch nimmt. Ein normaler Pelzmantel besteht aus 80 bis 100 Fellen: „60 im Körper, 20 im Ärmel“, erklärt App. Jedes Fell wird mit 50 bis 60 Nähten im Mantel verarbeitet, entsprechend finden sich bis zu 5000 Nähte in einem Mantel. „Daran arbeite ich schon mal 25 bis 35 Stunden. Natürlich nicht am Stück, sondern in Etappen.“ Wieviel er an einer einzigen Umarbeitung verdiene, sei nicht leicht zu bestimmen. „Deshalb verlange ich auch nur, was ich auf dem Kostenvoranschlag notiert habe.“

Der Kauf eines neuen Pelzmantels ist alles andere als billig, ein geschorener Nerzmantel kann schon mal zwischen 5500 und 7000 Euro kosten. „Deshalb muss man allein für die Umarbeitung knapp über 1000 Euro hinlegen“, sagt Ralf App. Gerade bei Nerz- und Zobelmänteln lohne sich die Umarbeitung aber immer.

Die Wünsche der Kunden des Kürschnermeisters sind vielseitig. Besonders gefragt sind zurzeit alte Pelze, die in eine Wendejacke eingearbeitet werden. „Dagegen wird etwa die Umarbeitung eleganter Mäntel kaum noch verlangt“, sagt der Kürschnermeister.

Bei der Umarbeitung in seiner Kürschnerwerkstatt macht Ralf App das Fell zunächst nass, um es dehnbar und weich zu machen. Dann spannt er es auf einer in einen Tisch eingelassenen Holzplatte auf, die wiederum um 180 Grad gedreht werden kann, sodass das Fell später getrocknet werden kann. Mit dem Aufnähen eines formhaltenden Zwischenfutters garantiert App, dass sich das Fell nicht wieder verzieht. „Ich habe wirklich noch keine Jacke zweimal gefertigt. Jede ist für sich ganz individuell.“

Eine besondere Herausforderung sind für App Mäntel, die für längere Zeit in einer falschen Umgebung aufbewahrt wurden. Ein Mantel, der 20 Jahre im Schrank gehangen oder auf einer heißen, trockenen Bühne gelagert habe, sei von der Qualität her schlechter als ein Mantel, der regelmäßig getragen wurde. „Ein Fell muss an die frische Luft“, sagt er.

Auch warnt er davor, leichtfertig über Plattformen wie E-Bay einen Pelz zu erwerben. „Das sind selten neue Pelze.“ Diese würden oft zunächst aufgekauft, in Osteuropa oder Griechenland umgearbeitet und dann wieder in Deutschland als neu angeboten. „Mit einem Pelz sollte man lieber zum Kürschner gehen als zu einem fliegenden Händler.“ Auch wenn er selbst keine Ware über das Internet feilbietet, lebt Ralf App ganz gut von den Informationen, die er auf seiner Homepage eingestellt hat. „Wenn man bei Google ,alte Pelze‘ eingibt, bin ich schon der zweite Suchtreffer.“ Auch die Zahl der monatlichen Zugriffe auf der Internetseite bewegt sich im vierstelligen Bereich.

Für die Zukunft plant Ralf App kleine Veränderungen in seinem Ladengeschäft. Gerne würde er irgendwann die Wand, die im Moment noch die Werkstatt vom Verkaufsraum trennt, herausreißen lassen, um den Kunden die Arbeit in einer Schauwerkstatt näherzubringen. „Ich hatte das schon mal in einer Volksbank-Filiale gemacht. Das Interesse der Kunden war enorm.“

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Werner App Pelz- und Hutmoden

Diese Homepage wurde mit 1&1 IONOS MyWebsite erstellt.